Rauchfrei mit dem Inhaler
Seit 3 Tagen bin ich jetzt mit Hilfe des Inhalers rauchfrei.
Lt Anleitung sollte ich täglich 6-8 Patronen verwenden um die Entzugserscheinungen so gering, wie möglich zu halten.
Zunächst muss ich festhalten, daß das Nuckeln, oder Inhalieren mit Genuß nichts zu tun hat. Auch fällt es mir schwer, dieses "Ding" als Ersatz für für eine Zigarette zu betrachten (was aber nicht wirklich schlimm ist - schließlich will ich nicht den Teufel mit dem Beltzebub austreiben).
Mein erster rauchfreier Tag war Sylvester. Dank dem Ding habe ich durchgehalten, auch wenn ich von anderen Gästen der Sylvesterparty ziemlich befremdet angesehen wurde. ( Schließlich mussten die Raucher vor die Tür, während ich an diesem unförmigen Plastikding hermunuckelte)
Gestern, an Neujahr, bin ich mit nur 3 Patronen ausgekommen, aber ich hätte gestern ohnehin nicht viel geraucht...;)
Heute am 3. Tag sieht es anders aus. Ich hatte heute Urlaub und mein Bedarf an Nikotin ist deutlich höher. Da ich das Nikotin mit dem Inhaler nach Bedarf dosieren kann, bin ich gut über den Tag gekommen.


Kommentare
nikotinjunk83 | 10:56 Uhr - 03.01.09Hast du mal ausgerechnet was der Spaß täglich kostet? Die Frage kam hier neulich schon mal auf... Eigentlich ist es ja egal, besser man zahlt etwas mehr und wird damit erfolgreich Nichtraucher, aber es interssiert vielleicht den ein oder anderen der es auch versuchen möchte.
veneta | 15:09 Uhr - 03.01.09Also, die Kosten hängen sowohl vom früheren Rauchverhalten, als auch vom heutigen Einkaufsverhalten ab.
Den Inhaler gibt es in zwei Packungsgrößen. Ich beziehe mich hier auf die große Packung mit 42 Patronen und 1 Mundstück
Mir persönlich reichen 5 Patronen täglich. Mein Einkaufspreis waren 23,50 Euro.
Ich bin also mit 2,80 Euro dabei.
Bis letzte Woche habe ich täglich für 3,60 Euro meine tägliche Schachtel. Ich spare also 80 cent.
Letztendlich denke ich aber, daß nicht die Kosten das entscheidende Kriterium für die Entscheidung sein sollte. Man sollte sich für die Therapie entscheiden, die zu einem passt.
Klar sollte aber jedem sein, daß die Entwöhnung vom Rauchen keine kurzfristige sondern eine sehr langfristige Angelegenheit ist. Nikotinersatzmedikamente sind keinesfalls als kurzfristige Krücke zu betrachten und erst recht nicht als Lösung für zwischenzeitliche Schmachtattacken. Man stelle sich vor: Jemand hat 3 Tage nicht geraucht und auch sonst in keiner Form Nikotin konsumiert. Jetzt hat derjenige Schmacht und greift deshalb z.B. zum Inhaler und zieht sich eine Portion Nikotin rein. Der Entzug beginnt in diesem Moment ganz von vorne. Derjenige hätte genausogut eine ganz normale Zigarette rauchen können... Der (Miß-)Erfolg wäre der gleiche...
nikotinjunk83 | 19:26 Uhr - 03.01.09Da widerspreche ich dir und denke das klingt zwar super für den Hersteller aber nicht für die Person die Nichtraucher werden will. Schleichender Entzug ist doch die Methode die am meisten schief geht, ob das nun mit normalen Zigaretten oder Nikotinpräparaten geschieht ist egal. Es ist auf jeden Fall besser die Schlußpunktmethode zu wählen. Ich halte es aber für besser anstatt zur echten Zigarette zu einem Nikotinpräparat zu greifen oder es im Hause zu haben um ein sicheres Gefühl zu haben. Mein Arzt hat mir damals auch empfohlen ich soll mir Nikotinkaugummis kaufen und nur wenn es mich überkommt mal einen kauen, und ich denke der weiß wovon er spricht ;) Ich habe sie aber nie benutzt. Natürlich rät der Hersteller dieser Präparate dazu sie längerfristig zu nutzen. Nur weil man nach ein paar Tagen oder Wochen nochmal Nikotin zu sich nimmt durchläuft man auch nicht wieder den selben Entzug oder ist sofort wieder richtig süchtig.
Ansonsten stimme ich aber voll mit dir überein. Und selbst wenn es einen zehn Euro am Tag kosten würde, das sollte es einem Wert sein wenn man wirklich aufhören will und man spart in Zukunft schließlich auch eine Menge.
veneta | 19:56 Uhr - 03.01.09Mag sein, daß Dein Arzt oder sonstwer das so sieht... Für mich ist das hier der "ichweißnichtwievielte" Anlauf dauerhaft von der Raucherei wegzukommen.
Bei jedem Rückfall haben nur 1-2 Zigaretten ausgereicht, um wieder alles von vorne durchzumachen.
Den Ärzten vertraue ich inzwischen überhaupt nicht mehr, so gibt es sogar etliche die immer noch davon reden, daß es keine körperliche Abhängigkeit vom Nikotin gibt.
Davon daß man von Nikotin um ein vielfaches schneller abhängig wird, als von Heroin und davon daß Nikotin ein äußerst starkes Nervengift ist, haben etliche noch nie etwas gehört.
Fakt ist:
Für einen ehemaligen Raucher gilt, genauso wie für einen trockenen Alkoholiker:
Fass die Droge nie wieder an! Sonst bist Du wieder voll drauf!
Mein Weg wird die nächsten 3 Monate heißen: Nimm den Ihnhaler kontrolliert. Lerne in der Zeit ohne die Zigaretten klar zu kommen und dann schleiche aus dem Konsum heraus.
Für den einen oder andderen mag die Schlußpunktmethode die richtige sein. Für mich ist sie das nach fast 30 Jahren Raucherkarriere definitiv nicht...
nikotinjunk83 | 22:21 Uhr - 03.01.09Das Nikotin so mit Heroin verglichen wird wie du es tust ist einfach falsch ;) Das der Verlauf der Sucht vergleichbar ist ist sicher auch jedem Arzt bekannt. Der Entzug ist aber ein ganz anderer. Ich habe 15 Jahre lang viel geraucht, habe vor mehr als einem Jahr aufgehört zu rauchen und in dieser Zeit ca. 3-5 Zigaretten geraucht und es blieb immer bei einer und wurde nie ein Rückfall. Und das wird hier häufig berichtet. Ich kenne auch viele ehemalige Raucher die alle paar Wochen zu einem Bier mal eine rauchen. Das kann man absolut nicht mit Heroin vergleichen. Ich habe bisher noch nie von einem ehemaligen Raucher gehört dass er einen körperlichen Entzug durchgemacht hat ;)
Meinem Arzt vertraue ich in dem Fall übrigens zu 100% und weiß es zu schätzen, ein Lungenfacharzt und Allgemeinmediziner der sehr erfahren in diesem Bereich ist. Trotzdem hast du recht, viele Ärzte sind in diesem Bereich nicht auf dem neuesten Stand was wirklich sehr schade ist.
Und ich bin auch davon überzeugt dass die Schlußpunktmethode gerade für einen Raucher mit so einer langen Rauchervergangenheit genau der richtige Weg ist! Und noch nie habe ich davon gehört dass jemand es durch Reduktion dauerhaft geschafft hat Nichtraucher zu werden.
Auch der Vergleich zum Alkoholoker hinkt in meinen Augen. Aber natürlich ist Nikotin als Droge keinesfalls zu unterschätzen. Was es aber wirklich in sich hat ist die Gewohnheit, das Lebensgefühl welches man mit dem rauchen verbindet und das Leben prägt. Das ist es auch was mir immer wieder als das schwerste überhaupt auf dem Weg zum Nichtraucher beschrieben wird, die Gewohnheiten abzulegen... Ich denke es ist schwer über den langen Zeitraum der Reduktion den starken Willen der benötigt wird aufrecht zu erhalten.
Ich wünsche dir aber viel Erfolg, für jeden ist eine andere Methode die richtige. Lass was von dir hören und berichte nochmal über den Inhaler, wenn er dir hilft dann hilft er auch anderen und die freuen sich bestimmt deinen Erfahrungsbericht lesen zu können. :)