tag 49 - ein traum
wieder ein traum, der mit rauchen zu tun hat, ich schaetze da werden noch einige kommen:
ich sitze an einem tisch und unterhalte mich mit einem bekannten. ins gespraech vertieft realisiere ich ploetzlich, das ich eine brennende zigarette in der hand habe. ich bin entsetzt und sage: 'hey, ich rauche ja, warum hast du denn nichts gesagt!?!?' - mein gegenueber sagt: 'das ist uebrigens deine dritte, habe mich ohnehin gewundert, doch was soll ich sagen? ist ja deine entscheidung!'
ich war sooooo froh, als ich realisiert habe, dass es ein traum war, echt!!!
der traum hat mir zwei aengste gezeigt, zum einen die angst vor einem rueckfall, zum anderen die sorge, dass es meinem persoenlichen umfeld scheissegal ist, ob ich wieder mit dem rauchen anfange.
das ist eines der dinge, die ich an diesem blog schaetze: auch wenn wir uns nicht kennen, wir sind doch alle daran interessiert, dass wir ALLE dem rauchschlamassel entkommen. schliesslich ist jeder andere bleibende exraucher ein beweis dafuer, DASS es funktionieren kann :-)!
im "richtigen leben" denke ich mir manchmal, dass rundum nur pessimisten sind ("jaja, der wievielte rauchstoppversuch ist das schon???), wenn nicht sogar viele menschen, die ein scheitern mit einer gewissen schadenfreude sehen wuerden.
da mein rauchstopp allerdings ein GROSSES thema fuer mich ist, ist auch der gedankenaustausch dazu sio wichtig fuer mich. dafuer habe ich euch und dafuer sag ich heut mal ganz lieb:
DAAAAAANKEEEEE ;-))))))
bleibt sauber,
Johannes


Kommentare
Ines | 17:53 Uhr - 03.02.10Hi Johannes,
was für ein Alptraum. Zum Glück bin ich von derartigen Träumen bisher verschont geblieben. Allerdings träume ich ohnehin fast nie was (zumindest weiß ich früh von keinem Traum),dennoch bin ich froh das ich mich nachts nicht damit rumschlagen muss.
Ich hab mich übrigens auch tagsüber wieder im Griff, war zum Glück nur ein kurzer Anfall von Schwäche.
Deine Ängste erscheinen mir nicht unbegründet, die Angst vor einem Rückfall haben wir doch alle. Mal fühlen wir uns stärker und dann gibt es Zeiten wo es uns nicht so gut geht wir uns nicht stark fühlen dadurch sind wir dann auch anfälliger für einen Rückfall sind.
Sicher um so länger wir durchhalten um so geringer wird die Gefahr eines Rückfalls, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn wir zwei sind ja noch so ziemlich am Anfang. Iris hat es schon über 300 Tage geschafft - fast ein ganzes Jahr und dennoch glaube ich das auch sie noch Momente hat in denen sie zweifelt ob sie das durchhält. Sie schrieb ja neulich das auch sie immer wieder mal noch unter solchen Schmachtanfällen leidet und auch sie braucht immer noch Zuspruch und Erfahrungsaustausch.
Auch die Befürchtung das es deinem persönlichen Umfeld ziemlich egal ist ob du rauchst oder nicht, ist nicht von der Hand zu weisen. Klar ist denen das egal und sicher gibt es genug Leute die nur darauf lauern das man rückfällig wird. Ich denk mir da gibt es zum einen die Neider, Leute die es natürlich nie zugeben würden, das sie das auch gern schon soweit geschafft hätten, aber eben einfach keinen Anfang finden. Leute die dir deinen Erfolg nicht gönnen und deshalb nur alzu schadenfroh wären über einen Rückfall.
Zum anderen gibt es noch die Leute, denen es einfach nicht wichtig genug ist ob du rauchst oder nicht. Menschen die zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind.
Aber es gibt eben auch die Leute, denen du wirklich wichtig bist. Denen es nicht egal ist wie es dir geht, die sich mit dir über jeden noch so kleinen Schritt freuen können - und ich denk das sind die Leute die wirklich zählen.
blackbeauty | 17:18 Uhr - 05.02.10Es gibt da zwei Arten von Leuten, nämlich die denen es egal ist und da habe ich oft die Vermutung, dass da Neider dabei sind, die innerlich vielleicht sogar gehofft haben, dass ich es nicht schaffe. Da hört man kein Lob "Toll, dass du die Sucht los bist" sondern eher "Warte nur, das kommt noch".
Das finde ich schade. Ich zähle solche Menschen auch nicht zu meinen Freunden.
Andere Menschen, die meine Freunde sind, oder aus meiner Familie, sogar aus meinem näheren Umfeld. Die freuen sich für mich und fragen auch oft wie es mir geht. Das sind ehrliche Leute, die ich sehr schätze.
Dein Traum war auch für mich schockierend. Ich träume auch oft sehr realistisch, dass ich einen Abgrund hinunterfalle. Dann zucke ich auch tatsächlich zusammen. Bei Träumen wie diesem wäre ich am Morgen wohl ziemlich verstört und würde Traum und Wirklichkeit anzweifeln... Vor allem als du geschrieben hast, dass du Sorge darum hast, wie die Menschen um dich herum damit umgehen würden. Das brinhgt mich jetzt zum grübeln.