tag 236 - zu viele gedanken?
immer wieder höre ich von meinem persönlichen umfeld, daß ich mir in verschiedenen belangen "einfach zuviele gedanken" machen würde. ich kann da oft nicht wirklich widersprechen...
verbaue ich mir durch diese "zuvielen gedanken" den weg zu einer gelebten leichtigkeit, in der zigarettengift nichteinmal im entferntesten eine rolle spielt? ich glaube, daß leichtigkeit in vielen belangen der schlüssel zum erfolg ist!
sehr froh bin ich, daß ich zwischendurch wieder raucher und ihren rauch als "stinkend" wahrnehmen kann. den akt des rauchens empfinde ich beim zusehen oft abartig und widerlich.
TROTZDEM habe ich mich bei folgenden gedankenexperiment ertappt: wüßte ich, daß mein leben nur noch von sehr kurzer dauer wäre, so würde ich wieder mit dem rauchen beginnen. keinesfalls aber würde ich irgendwelche anderen drogen zu mir nehmen. warum ich im angesicht des todes zu rauchen begänne, ist mir schleierhaft. aber vielleicht hat dieser gedanke keinerlei reelle bedeutung...
in 2 wochen feiere ich übrigens die 10.000ste NICHTgerauchte zigarette :-)!!!
bleibt sauber!!!
J.


Kommentare
Iris | 22:48 Uhr - 09.08.10Hallo Johannes,
genau diese Sprüche höre ich immerzu von allen Seiten.
Wir sind doch aber Menschen und sind eigentlich dazu verdammt uns zu viele Gedanken zu machen. Ich wünsche mir auch so oft mir nicht den Kopf über alles möglich zu zermartern. Momentan beschäftigt mich natürlich der Tod meiner Schwiegermutter und ihr Sterben. Im Netz lese ich alles nach und ich ärgere mich sehr darüber. Vor 3 Jahren hatte ich vom PC nicht die geringsten Kenntnisse. Je mehr Möglichkeiten man hat sich Infos zu verschaffen desto grausamer der Teufelskreis und je mehr Gedanken mache ich mir.
Auch mein Sohn verändert sich.. Er wird 10 Jahre und kommt in die " was Mama sagt mach ich nicht Phase". Die ständigen Konflikte mit dem Halbstarken, machen einen auch fertig. Mein Mann sagt immer ich soll mir nicht so viele Gedanken machen. Ich soll alles nicht so eng sehen.
Mache ich mir aber.......
Der Gedanke mit dem "wieder mit dem Rauchen beginnen",kommt mir auch immer noch. Im Angesicht des Todes ist es aber, so denke ich,egal.
AAAber wir wollen dem Tod ja noch lange strotzen. Daraum haben wir doch aufgehört, oder???
Wir bleiben sauber!!!!!
Tintin | 15:20 Uhr - 18.08.10hallo johannes
auch dich zu wiederbegrüssen ist mir ein bedürfnis.
dein gedanke wegen des rauchens vor dem sterben ist sowas von schräg, aber mir durchaus vertraut.
iris hat m.e. genau recht:
damit wir sinnvoll leben, müssen wir das leben als etwas sinnvolles wahrnehmen. sich selber zu zerstören ist dabei eher wenig hilfreich.
solange wir als nicht todkrank sind, haben wir allen grund, saubere luft zu atmen.
in irgend so nem film will sich der nicolas cage zu tode saufen. einmal sagt er: "vielleicht will ich nicht saufen, um zu sterben, sondern sterben, um saufen zu können." so oder ähnlich geht es doch auch uns nikotinern.
die tatsache, dass wir uns das rauchen verkneifen, heisst im effekt nichts anderes, als dass wir leben wollen. gar keine dumme einstellung, eigentlich.
Johannes | 18:41 Uhr - 21.08.10hi Tintin!
danke für Deine niedergeschriebenen gedanken, tun mir gut :-)!!!
"leaving las vegas" heißt der film und ich hab ihn schon x-mal gesehen... :-)!
"die tatsache, dass wir uns das rauchen verkneifen, heisst im effekt nichts anderes, als dass wir leben wollen. gar keine dumme einstellung, eigentlich." darf ich Dir mein stammbuch schicken und Du schreinst mir das hinein?!?
alles liebe,
Johannes
chze | 14:42 Uhr - 28.08.10Hm.. schon eine sehr wichtige Sache. Denn aus Gedanken werden Worte und aus Worte werden Taten.
Also muss man schon bei den Gedanken aufpassen.
Was mir da ein bisschen weitergeholfen hat war,
Eckhart Tolle - Freiheit der Gedanken .
Kann man Videos auf Youtube finden und schauen. Der meint auch, Nachdenken hilft einem einfach nicht weiter, die besten Ideen kommen, dann wenn man nicht denkt.
Möge die Macht mit dir sein!
chze
Picross1808 | 18:19 Uhr - 04.08.11Hallo zusammen,
sehr interessent, den gleichen Gedanken hatte auch ich heute auf dem Weg nach Hause. Wenn ich wüsste, ich würde jetzt sterben, würde ich rauchen was das Zeug hält. Vor dem Essen, nach dem Essen, beim Kaffee trinken, beim Bierchen usw.
Schon sehr erschreckend, dass dieses Gift unser Hirn so steuern/manipulieren kann.
Vielleicht kommt dieses viele Gedanken machen auch daher, dass jetzt Kapazitäten frei sind, Nichtraucher müssen nicht mehr nachdenken, wo sie rauchen dürfen, wann sie die nächste rauchen können, ob noch genug Zigaretten da sind. Da bleibt nunmal viel Zeit um sich über andere Dinge Gedanken zu machen, nicht wahr?!
LG