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16,5 monate - wille und macht

tabak, insbesondere zigaretten, halten niemals das, was werbung und vermeintlich positives image versprechen, ganz im gegenteil. zigaretten bringen abhängigkeit, leid und verberben.

für letzteres könnte ich als kronzeuge auftreten, war ich doch selbst wirklich schwer abhängig von dem zeug, bin noch immer danach (trocken!!!) süchtig und kenne die angst und erniedrigung, die einem menschen dieses zeug angedeihen lassen kann.

doch immer wieder flackert eine immer abtrashiertere, verklärte sehnsucht nach zigaretten in mir auf. zigaretten können nicht im geringsten das, was ich ihnen da in meinen gedanken zutraue. blind, vollkommen ohne verstand oder zugriff auf eigene erfahrung kreise ich gedanklich wie ein insekt um eine kerzenflamme: magisch angezogen und dem sicheren verderben nahe.

in schwachen momenten entwerfe ich szenarien, in denen ich wieder rauchen "darf". so ein szenario könnte lauten: die ärzte geben mir noch 6 monate zu leben. was würde ich tun? marlboro oder lucky strike? 40, 60 oder gar 100 täglich? alles ist in meinem suchtkranken hirn vorstellbar.

über weite strecken verschwende ich jedoch überhaupt keinen gedanken mehr ans rauchen. einen riesengroßen schritt aus dieser elenden abhängigkeit von diesem stinkenden dreckszeug ist bereits geschafft. und in 95% der fälle stinkt tabakrauch ganz widerlich in meiner nase :-).

bleibt sauber und gebt dem dreckszeug keine chance!!!

Johannes am 02.04.11 18:54

Kommentare

Sassihbc | 11:25 Uhr - 04.04.11Lieber Johannes,

ja das fiese Dreckszeug... Leider sind es immer wieder die Momente, die wir vom Kopf her gar nicht wollen, dennoch aber durchleben. Es wird wohl immer so bleiben, das diese 5 % uns immer wieder gefährlich werden können.

Meine Mutter hat nun auch seit dem 14.12.2010 auch endlich das geschafft, was sie schon lange wollte aber denoch unterhalten wir uns immer wieder über unsere (trockene) Sucht, die leider immer wieder eine Rolle in unseren bereits zerstörten Hirnen spielt...Erschreckend aber wahr!

Dennoch ist mein "Neues Leben" lebenswerter denn je und meine Gesundheit wird auch immer besser. Wir riechen nicht mehr wie volle Aschenbecher und ich liebe die sportliche Ausdauer, die ich durch das Aufhören erreicht habe. Alles in allem, versuchen wir doch diese dummen Gedanken zu vertreiben oder wenigstens zu ignorieren und geniessen einfach diesen wundervollen Frühling!!!

Gut duftende und sonnige Grüße aus dem hohen Norden!

Sassi