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10,5 monate - es bleibt ein thema

während ich so langsam aber sicher dem ablauf des ersten rauchdreck-freien jahres entgegensteuere merke ich, daß das stinkende dreckszeug weiter intensives thema für mich bleibt. bessergesagt: dem dreck fernzubleiben ist für mich ein dauerbrennerthema.

zwar bin ich (ZUM GLÜCK!!!) von schmachtanfällen in den vergangenen monaten bis auf sehr wenige ausnahmen verschont geblieben, dennoch ist eine diffuse vorstellung von "genuß" und "belohnung" im zusammenhang mit rauchgift tief in meinem hirn eingebrannt.

wenn ich meinen ehemaligen tabak"konsum" bildhaft in meine vorstellung rufe, so bedarf es absolut keine zusätzlichen "miesmacherei" um mir vorstellen zu können, wie absolut ekelhaft es sich anfühlt, das rauchen. zig marketinmilliarden der rauchgiftindustrie haben in meiner vorstellung eine "vorfreude" auf nikotin-pestizid-produkte generiert, die sich beim konsum als leere versprechung herausgestellt hat.

das für mich "schönste" am rauchen war, daß die entzugssymptome für die dauer einer zigarette gestillt zu sein schienen...

meine diffuse vorstellung bleibt DENNOCH bestehen, daß stinkender nikotindreck in irgendeiner form eine belohnung darstellt. eine klare visualisierung zeigt mir dagegen, daß ich mich bei der ersten rückfallzigarette ziemlich sicher übergeben müßte und einen ekelhaften geschmack im mund hätte. und das ich wenige tage danach nicht 40, sondern 60 bis 80 zigaretten rauchen würde.

es macht mich traurig, daß diese durch meine sucht begründete unlogik bestenfalls ein (hoffentlich langes) leben ein teil von mir sein wird. gerne würde ich deswegen weinen, um abschied nehmen zu können von der hoffung, daß ich jemals von meinem suchtdenken loskomme.

ich sehe es als meine aufgabe meine sucht als teil von mir selbst zu akzeptieren.

Johannes am 02.11.10 12:59